Mein kleiner Freund

Musical „Mein kleiner Freund“

Zeitungsberichte

Schwarzwälder Bote vom 23.06.2008

Stimmgewaltiger Chor
Grundschüler begeistern mit Musical
Sulz-Bergfelden (js). Ausgerechnet die Außenseiter standen bei dem Musical „Mein kleiner Freund“ im Rampenlicht. Mit ihrer Aufführung regten die Bergfelder Grundschüler zum Nachdenken an. Es sind vier völlig unterschiedliche Charaktere, um die sich das Musical dreht. Katrin (Natalie Hriso), die ihre Einsamkeit mit der Chipstüte bekämpft. Jens (Jannic Henger), dessen bester Freund der Game Boy ist. Kai (Samuel Schneider), der sich schon in der Grundschule auf dem Weg zum Professor wähnt. Und Anna (Sina Neumann), die von einer Karriere als Model träumt. Sie alle eint, dass sie nicht so recht dazu gehören. Wie die jungen Schauspieler das darstellen, ist bemerkenswert. Natalie Hriso genügen kleine Gesten und Blicke um darzustellen, wie unglücklich sie ist. Der Chiptüte, die sie ständig mit sich herumträgt, hätte es da gar nicht bedurft. Zum heimlichen Publikumsliebling mauserte sich Samuel Schneider, so charmant gab er den neunmalklugen Pennäler.
Natürlich hat so ein Musical ein Happy End. Und das heißt in diesem Fall Fußball. Das Quartett tut sich nämlich zusammen und wird von den Klassenkameraden zu einem Spiel eingeladen. Der Sport verändert dann das Leben der Schüler. Schulleiter Dieter Seitz und seine Kolleginnen haben das Stück so umgeschrieben, dass alle Schüler der Grundschule zu ihrem Auftritt kommen. Den Zuschauern bescherte dieses Vorhaben einen äußerst stimmgewaltigen Chor. Am Mittwoch wird sich in der Dickeberghalle noch einmal der Vorhang öffnen. Dann sind die Sulzer Grundschüler zu Besuch.

Südwestpresse

Gegen Vereinsamung
Zahlreiche Zugaben beim Musical „Mein kleiner Freund"
Das zahlreich erschienene Publikum in der Bergfelder Dickeberghalle war so begeistert von der Aufführung der Grundschulkinder aller vier Klassen, dass die Schüler erst nach zahlreichen Zugaben von der Bühne durften.
ANASTASIA VOLLMER
Bergfelden. Mit dem Kindermusical „Mein kleiner Freund" setzte Renate Frerichs ihren Focus auf die Freizeitbeschäftigung von Kindern, die von der Chiptüte über den Gameboy und kluge Sprüche bis hin zur Sehnsucht nach einer Model-Karriere reichen und doch schließlich alle in der Erkenntnis münden, dass ein Fußballspiel mit Freunden so richtig glücklich machen kann. Mit mehr als 80 Kindern auf der Bühne war das von allen vier Klassen der Bergfelder Grundschule gespielte und von Dieter Seitz dirigierte Musical eine sehr eindrucksvolle Aufführung.
„Ich spring über meinen Schatten und hab wieder neuen Mut" - so ließ Renate Frerichs die Kinder voller Hoffnung und Zuversicht auf ihre eigenen Starken und die Freude über gemeinsame Spiele ihr Musical beenden. Mit hintersinniger Ironie spielten ihre Darsteller Situationen, wie sie in der heutigen Zeit leider nur allzu oft anzutreffen sind. Die Eltern müssen arbeiten und lassen ihrem Kind natürlich genügend Nahrung zurück, so Katrin (Natalie Hriso): Mein kleiner Freund, der Hunger. Auch der Gameboy ist für viele Kinder „ihr kleiner Freund", andere blicken sehsüchtig in Modekataloge und träumen von einer Model-Karriere wie Anna (Sinja Neumann), um von den „Menschen in den Himmel gehoben" zu werden, und Kai (Samuel Schneider), der „Professor", hat sich dem Zitieren von klugen Sprüchen verschrieben. Die Kinder treffen sich schließlich zum gemeinsamen Gameboyspielen, und der „Professor" darf natürlich auch seine Fernsehsendung „Wie werde ich Professor?" ansehen. Doch plötzlich landet ein Ball in der trauten Bildschirmwelt und bringt die Kinder in Bewegung, bis sie sich schließlich dazu durchringen, der Einladung zum gemeinsamen Fußballspiel zu folgen und spüren, dass so ein richtiges, echtes Spiel auch richtig Spaß machen kann.
Aber auch die Eltern werden aufgerufen, die auch für sie oft bequemen „kleinen Freunde" der Kinder kritisch zu betrachten und ihre eigene Haltung zu überdenken.


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